KUNST STUDIEREN MIT 30+: WIE ABBY MCREY IHRE KÜNSTLERISCHE HANDSCHRIFT FAND

Viele Erwachsene fragen sich, ob ein Kunststudium später im Leben noch sinnvoll ist. Abby McRey hat diesen Schritt gewagt. Ihr Weg zeigt, dass ein berufsbegleitendes Kunststudium nicht nur technisches Wissen vermittelt, sondern auch Selbstvertrauen, künstlerische Klarheit und erste professionelle Sichtbarkeit schaffen kann.

Vor dem Studium arbeitete Abby vor allem intuitiv. Sie malte und zeichnete aus dem Bauch heraus, ohne genau zu wissen, welche Materialien dauerhaft zusammen funktionieren, wie wichtig Grundierung, Formatwahl oder Papierqualität sind und worauf es bei einer überzeugenden Bewerbungsmappe wirklich ankommt. Heute blickt sie sehr klar auf diese Phase zurück: Viele ihrer früheren Entscheidungen würde sie so nicht mehr treffen.

Vor dem Kunststudium: intuitiv, aber ohne professionelle Grundlage

Abby beschreibt ihre künstlerische Arbeit vor dem Studium als stark intuitiv, aber wenig fundiert. Ihr fehlte das Wissen über Materialverträglichkeit, Formate, Grundierungen und Haltbarkeit. Gerade bei der Bewerbungsmappe erkannte sie im Rückblick deutliche Schwächen.

So würde sie heute beispielsweise keine Mappe mehr in kleinen Formaten wie DIN A4 einreichen. Auch die Kombination ungeeigneter Materialien war für sie ein typischer Anfängerfehler. Erst im Studium wurde ihr bewusst, warum bestimmte Farben und Untergründe nicht zusammen funktionieren und welche Auswirkungen das auf Qualität und Langlebigkeit eines Kunstwerks hat.

Besonders wichtig wurde für sie dadurch ein professioneller Blick auf Material, Technik und Präsentation. Sie lernte, wie entscheidend hochwertige Farben, gutes Papier, passende Untergründe und richtige Lagerung für ernsthafte künstlerische Arbeit sind.

Kunst studieren mit 30+: Warum Erwachsene oft bewusster lernen

Bevor Abby ihr Studium begann, waren ihre künstlerischen Erfolge überschaubar. Sie zeichnete und malte vor allem für sich selbst oder verschenkte Werke an Familie und Freundeskreis. Ein professionelles Netzwerk gab es kaum. Erst durch das Studium öffnete sich dieser Bereich.

Gerade für Erwachsene ist das ein wichtiger Punkt: Ein Kunststudium bedeutet nicht nur künstlerisches Arbeiten, sondern auch Zugang zu Feedback, Austausch und professioneller Orientierung. Abby betont, dass sie erst durch das Studium verstanden hat, wie wichtig Netzwerken für Künstler:innen wirklich ist. Dazu gehört für sie auch, aktiv mit anderen über die eigene Kunst ins Gespräch zu kommen und Rückmeldungen einzuholen.

Warum sie sich bewusst für die Achtzig Kunstakademie entschied

Für Abby war die Entscheidung sehr klar. Sie wollte keine anonyme Schule mit großen Gruppen, starren Lehrplänen und rein theoretischer Ausrichtung. Ausschlaggebend war für sie der Eindruck, dass hier Kunst nicht nur unterrichtet, sondern mit echter Erfahrung, Freude und Praxisbezug vermittelt wird.

Besonders positiv beschreibt sie die individuelle Betreuung. Statt in einer großen Klasse unterzugehen, erlebte sie den Unterricht als persönlich und flexibel. Dadurch konnte sie Themen gezielt vertiefen und ihren eigenen Interessen folgen. Als sich im Verlauf des Studiums zeigte, dass abstrakte Kunst sie besonders interessiert, wurde genau dieser Bereich stärker in den Fokus genommen.

Das ist für viele Erwachsene entscheidend: Sie wollen nicht einfach nur „irgendetwas studieren“, sondern gezielt an ihrer eigenen künstlerischen Richtung arbeiten.

Eigene künstlerische Handschrift entwickeln: von Aquarell bis abstrakte Kunst

Ein zentraler Entwicklungsschritt für Abby war die Suche nach ihrer eigenen künstlerischen Handschrift. Vor dem Studium wusste sie noch nicht genau, in welche Richtung sie gehen wollte. Erst im Laufe des Studiums kristallisierte sich heraus, welche Techniken und Themen wirklich zu ihr passen.

Sie experimentierte mit abstrakter Malerei, Aquarell, Tusche, Linoldruck und Fotografie. Gerade die abstrakte Kunst faszinierte sie, weil sie viel komplexer war, als es auf den ersten Blick scheint. Was zunächst einfach wirkte, entpuppte sich als anspruchsvolles Feld, das Planung, Wissen und Sensibilität verlangt.

Auch andere Techniken überraschten sie. Linoldruck machte ihr deutlich mehr Freude als erwartet, obwohl er Konzentration, Genauigkeit und Geduld verlangt. Bei Tusche erlebte sie die Unberechenbarkeit des Materials als spannend, aber auch herausfordernd. Aquarell dagegen entsprach stärker ihrer Persönlichkeit, weil es kontrollierter und zugleich lebendig ist.

Diese Offenheit für verschiedene Techniken half ihr nicht nur dabei, ihre Vorlieben zu erkennen, sondern auch den eigenen Stil bewusster zu entwickeln.

Mehr als Malerei: Kindergeschichten, Illustrationen und künstlerische Freiheit

Besonders spannend ist, dass sich im Laufe des Studiums auch ein anderer kreativer Bereich öffnete: Abby begann, Kindergeschichten zu schreiben. Ursprünglich gehörte das nicht zum Studienprogramm, entwickelte sich aber als wichtiger kreativer Ausgleich zur Diplomarbeit.

Entscheidend war, dass diese Idee nicht abgeblockt wurde. Im Gegenteil: Die Geschichten und Illustrationen wurden ernst genommen und fanden sogar Eingang in die Diplomausstellung. Genau darin zeigt sich eine Stärke individueller künstlerischer Ausbildung: Entwicklung wird nicht begrenzt, sondern begleitet.

Für Abby war das ein weiterer Beweis dafür, dass künstlerische Professionalität nicht in starren Vorgaben entsteht, sondern dort, wo eigene Interessen wachsen dürfen.

Die Diplomausstellung in Berlin: vom Studium in die Öffentlichkeit

Ein Höhepunkt ihres Weges war die Diplomausstellung „Zwischen Traum und Wirklichkeit“. Für Abby wurde diese Ausstellung zum emotionalen Wendepunkt. Zum ersten Mal erhielt sie direktes Feedback von vielen Menschen an einem Abend. Diese persönliche Resonanz war für sie wertvoller als anonyme Online-Kommentare.

Gleichzeitig wurde ihr in diesem Moment klar, dass sie sich tatsächlich als freie Künstlerin verstehen darf. Besonders eindrücklich war für sie, dass einige Werke, an denen sie selbst gezweifelt hatte, beim Publikum besonders gut ankamen. Genau solche Erfahrungen verändern den Blick auf die eigene Arbeit.

Die Ausstellung zeigte außerdem die Entwicklung ihres Weges: von frühen Mappenarbeiten über Stillleben, Portrait, Aquarell, Tusche und Linoldruck bis hin zu abstrakten Werken, Fotografien und ihren Kindergeschichten. Damit wurde die Ausstellung auch zu einem sichtbaren Beweis ihrer künstlerischen Entwicklung.

Netzwerken, Sichtbarkeit und erste Ausstellungserfolge

Während des Studiums sammelte Abby bereits erste Ausstellungserfahrungen. Besonders prägend war für sie die Einzelausstellung in der Berolina Galerie im Rathaus Mitte in Berlin. Dort konnte sie rund vierzig Werke in einem professionellen Umfeld präsentieren.

Diese Sichtbarkeit ist für viele angehende Künstler:innen ein entscheidender Schritt. Abby hebt hervor, dass im Studium nicht nur Technik und Theorie wichtig waren, sondern auch Marketing, Präsentation und Vernetzung. Kunst, die nicht gesehen wird, bleibt unsichtbar — und genau deshalb gehört professionelle Sichtbarkeit für sie zu einer ernsthaften künstlerischen Ausbildung dazu.

Kunst als zweiter Lebensweg

Abbys Geschichte ist auch deshalb so kraftvoll, weil sie zeigt, dass Kunst nicht nur ein Hobby bleiben muss. Ursprünglich arbeitete sie in der Gastronomie mit Leitungsfunktion. Nach der Coronazeit fiel dieser bisher sichere Berufsweg weg. Dadurch stellte sich die Frage nach einem neuen, tragfähigen Lebensweg.

Heute verfolgt sie das Ziel, sich in der Kunstszene einen Namen zu machen, weiter auszustellen und langfristig auch im Alter künstlerisch arbeiten zu können. Für sie ist Kunst deshalb nicht nur Leidenschaft, sondern eine echte berufliche Perspektive.

Sie denkt bereits weiter: an künftige Ausstellungen, an Kinderbücher, an Illustrationen und sogar an Verbindungen zum Interieur Design. Gerade diese Offenheit zeigt, wie stark ein Kunststudium auch berufliche Fantasie und Handlungskraft zurückbringen kann.

Würde sie das Kunststudium weiterempfehlen?

Ihre Antwort ist eindeutig: ja. Abby würde das Studium jederzeit wieder machen. Sie beschreibt die Studienzeit als motivierend, persönlich, praxisnah und menschlich unterstützend. Besonders wichtig war ihr, dass sie nicht als „eine von vielen“ behandelt wurde, sondern als Mensch mit eigener Entwicklung, eigenen Interessen und eigenem Tempo.

Für sie war das Studium nicht nur eine fachliche Ausbildung, sondern eine Erfahrung, die Begeisterung, Mut und kreative Energie zurückgebracht hat. Ihre Bilanz ist klar: Der Entschluss, Kunst zu studieren, war für sie die beste Entscheidung ihres Lebens.

Fazit: Kunst studieren mit 30+ kann ein Wendepunkt sein

Die Geschichte von Abby McRey zeigt, dass ein Kunststudium für Erwachsene weit mehr sein kann als fachliche Weiterbildung. Es kann ein Neuanfang sein, ein zweiter Lebensweg, ein professioneller Rahmen für vorhandene kreative Energie — und ein Schritt aus dem intuitiven Arbeiten hin zu einer bewussten, tragfähigen künstlerischen Praxis.

Wer mit 30+ über ein Kunststudium nachdenkt, findet in diesem Erfahrungsbericht vor allem eines: Ermutigung. Nicht als leere Motivation, sondern als konkrete Entwicklungsgeschichte mit Technik, Praxis, Ausstellung, Netzwerk und echter Veränderung.

Wenn du dich fragst, ob ein berufsbegleitendes Kunststudium für dich möglich ist, ist diese Frage vielleicht nicht: „Bin ich zu spät?“
Sondern eher: „Was wäre möglich, wenn ich jetzt beginne?“

 

KUNST STUDIEREN MIT 30+

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Teaser

Kunst studieren ohne Vorbildung – geht das wirklich?

Viele Menschen glauben, sie seien zu alt, hätten zu wenig Talent oder den falschen Lebensweg gewählt, um noch einmal ernsthaft Kunst zu studieren. Doch genau diese Annahmen verändern sich gerade grundlegend.

Immer mehr Quereinsteiger, Autodidakten und Menschen über 30, 40 oder 50 entscheiden sich bewusst für ein Studium der freien Malerei – ohne klassische Kunstbiografie, aber mit klarer Haltung und Lebenserfahrung.

Der Beitrag zeigt anhand von LIVE-Interview-Videos mit Studierenden, warum heute nicht mehr der perfekte Lebenslauf zählt, sondern Motivation, künstlerische Entwicklung und die Bereitschaft, den eigenen Weg konsequent zu gehen.

Viele berichten offen über ihre Zweifel – und darüber, warum der Einstieg in die Kunst oft erst später im Leben wirklich Sinn ergibt.

👉 Jetzt lesen:
Kunst studieren ohne Vorbildung – Freie Malerei für Quereinsteiger, Autodidakten & Ü30+: https://www.art-magazine.eu/de/kunst-studieren-ohne-vorbildung-mit-live-interview-videos.

Wie Abby McRey mit 30+ Kunst studierte, ihre Handschrift entwickelte und in Berlin ausstellte. Ein ehrlicher Erfahrungsbericht für Erwachsene.