Im öffentlichen Raum des BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin in der Warener Str. 7 in 12683 Berlin läuft momentan die Einzelausstellung der Malerin/ Bildhauerin Diana Achtzig: „Mythische Verschmelzung von Mensch und Tier - Eine Hommage an Pablo Picasso“.

Für die Künstlerin, ein persönlicher Erfolg. So ist es für sie bereits die 2. Einzelausstellung in diesem Jahr, zudem in einem solch renommierten Krankenhaus, dass durch den Förderverein zur Ausgestaltung von Kunst und Kultur e.V., seit Jahren ausgewählten Künstlern Raum bietet, sich einem breiten Publikum zu präsentieren.

Eröffnet wurde die Ausstellung durch die Vernissage am 30.09.2019. Das feierliche Event der Ausstellung wurde vom Ärztlichen Direktor und Geschäftsführer Herr Prof. Dr. med. A. Ekkernkamp und dem Vorsitzenden des Fördervereins Herrn Rainer Manske in der Magistrale offeriert. Die Mitarbeiterin Frau Kerstin Clemen hatte die Künstlerin entdeckt. 

Der Eintritt ist kostenfrei, die Ausstellung läuft noch bis zum 03.01.2020.

Zeitgeschehen in Bildern

Diana Achtzig: Herz OP, 
Ölfarbe auf Leinwand, 100 x 100 cm, Berlin 2019
Diana Achtzig: Herz OP, Ölfarbe auf Leinwand, 100 x 100 cm, Berlin 2019

Mit ihrem internationalen Renommee und künstlerischen Talent konnte die Künstlerin Diana Achtzig in den letzten vier Jahrzehnten den weltweiten Kunstmarkt für sich erobern. Heute ist die Malerin und Bildhauerin in ca. 40 großen bedeutenden kunstgeschichtlichen relevanten Kunstsammlungen vertreten. Ihre weltweiten Kunstsammlerinnen und Käufer hungern förmlich nach figurativer Malerei und Skulpturen aus Deutschland. Diese sammeln z.B. handgemalte Bilder mit raffinierten Kommentaren zum Welt- und Zeitgeschehen von studierten Kunstschaffenden. 

So thematisiert auch das Bild „Herz OP“, der aktuellen Ausstellung, eine relevante Diskussion des aktuellen Zeitgeschehens: die überlebenswichtige Organspende, die immer noch nicht für jeden bedürftigen Patienten zur Verfügung steht.

"Unsere moderne schnelllebige Gesellschaft verdrängt den Tot gekonnt aus ihrem Bewusstsein. Nur im Krankenhaus ist er allgegenwärtig. Hier kämpfen täglich Pflegepersonal und Ärzte um das Leben von unzähligen Menschen im sterilen Operationssaal. Die Außenwelt verschließt sich jedoch aus Angst vor dem Ende des persönlichen Lebens", so die Künstlerin.

Auch wenn sie sich privat schon seit Jahren z.B. für die Charity Shops der Deutsche Kleiderstiftung, Spendengalas der Deutschen Krebsstiftung, die Rotes Kreuz - Spendengala oder für die Ein Herz für Kinder Stiftung engagiert, sollen die Bilder nicht belehren. Sie sollen festhalten und zeigen, was ist und was war.

Diana Achtzigs malerische Menschenbilder greifen das Zeitgeschichten auf und verarbeiten diese mit ihrer figurativen Formensprache in einer klaren Figuration. Die Künstlerin lässt sich von echten Geschichten aus ihrem Umfeld und realen Formen aus der ökologischen Natur inspirieren. Die reine Abbildfunktion der Malerei und Bildhauerei gibt es bei ihr nicht. Die Malerin porträtiert ihre Modelle realistisch, um diese als Figuren oder verstörende Märchenwesen in ihre Bildsprache zu integrieren. Es werden durchdachte Geschichten zum Zeit- und Weltgeschehen in den Bildern erzählt.

Ein weiteres Beispiel dafür ist die erste Einzelausstellung von Diana Achtzig in diesem Jahr: „30 Jahre Mauerfall“. Thematisch werden hier Menschen, die den Mauerfall am 9. November 1989 der DDR und die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 erlebten, aufgegriffen und dargestellt. Die kuratierte Ausstellung wird noch bis zum 21.10.2019 kostenfrei in der BStU Außenstelle Leipzig im Stasi-Unterlagen-Archiv, im Dittrichring 24, in 04109 Leipzig präsentiert.

„Neue Figuration“- die Vita der Künstlerin Diana Achtzig

Diana Achtzig, geboren 1973 in Berlin, ist eine der wichtigsten deutschen Malerin und Bildhauerin der zeitgenössischen bildenden Kunst. Eine markante Vertreterin der „Neuen Figuration“. Die Gegenständlichkeit ihrer Ölgemälde auf XXL Leinwänden rundete sie mit ihrem Studienabschluss 1999 an der Universität der Künste in Berlin ab.

Weiterführend hatte Diana Achtzig, jahrelang akademischen Unterricht bei dem Künstler Alex Bär von der „Neuen Leipziger Schule“. Dieser studierte bei dem Professor Arno Rink an der Hochschule für Grafik und Buchkunst/ Academy of Fine Arts in Leipzig. Sieben Jahre lehrte sie als Dozentin an der Universität der Künste Berlin (UdK), Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (FHTW/HTW Berlin), Akademie Mode & Design - AMD in Berlin und der BEST-Sabel-Berufsfachschule für Design sowie Fachoberschule für Technik in Berlin. Heute lehrt sie selbst die Fächer Bildhauerei und Freie Malerei an ihrer eigenen internationalen Achtzig-Kunstakademie. Sie lebt in Berlin Biesdorf und arbeitet im stylischen Szenebezirk Prenzlauer Berg. Stets förderte sie als Galeristin im Prenzlauer Berg die Vielfalt von internationalen Künstlerinnen und Künstlern, erst in der niederländischen und dann in der Berliner Kunstszene.